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« Zurück zur ÜbersichtBaustart am Stadtbad
Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht, Stiftungsratmitglied Andreas Lindner (Sparkasse Leipzig) und Dirk Thärichen, Vorstandsvorsitzender der Förderstiftung Leipziger Stadtbad haben am vergangenen Freitag, den 05.02.2010 am Rande eines Baurundgangs den Start für die Sanierung des Leipziger Stadtbads bekannt gegeben. Vor rund 80 Gästen aus Polutik, Wirtschaft und Medien kündigten sie an, dass in den kommenden 9 Monaten das Dach der historischen Badeanstalt und die maroden Gewölbedecken über den Schwimmbecken saniert werden. Möglich wird dies durch eine Förderung in Höhe von 1,74 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm II.
„Der heutige Tag zeigt, wie weit wir kommen, wenn Bürger, Wirtschaft und Politik an einem Strang ziehen. Ich bin glücklich, dass wir heute offiziell mit der Sanierung des Leipziger Stadtbads beginnen“, sagte Uwe Albrecht, Bürgermeister für Wirtschaft und Arbeit der Stadt Leipzig.
Andreas Lindner, Mitglied im Stiftungsrat, bedankte sich bei allen Zustiftern, Förderern, Partnern und Unterstützern, die an diesen Augenblick geglaubt und darauf hin gearbeitet haben. „Der Baustart ist ein Meilenstein in der Stiftungsarbeit. Damit rücken wir unserem Ziel, das Stadtbad zu seinem 100. Geburtstag 2016 den Leipzigerinnen und Leipzigern wieder zugänglich zu machen, ein großes Stück näher.“ Natürlich sei es bis dahin noch ein weiter Weg. Als nächstes stehe auf der Aufgabenliste der Förderstiftung, das Nutzungskonzept zusammen mit der Stadt zu überarbeiten und wirtschaftlich zu hinterlegen.
„Außerdem wollen wir dieses Jahr mit einem speziell aufgelegten Partnerprogramm weitere Unterstützer finden. Für jeden (Firmen)geldbeutel wird es passende Möglichkeiten geben, sich bei uns zu engagieren.“, sagte Dirk Thärichen. Der Vorstandsvorsitzende der Förderstiftung betonte, dass ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit in diesem Jahr außerdem das Finden von weiteren Unternehmen sei, die bereit seien, sich als Stifter zu engagieren. „Daneben werden wir natürlich auch die Beantragung von Fördermittel vorantreiben und hoffen, dass wir damit einen Teil der Sanierungsmaßnahmen finanzieren können.“
Im Fachjargon wird der erste Bauabschnitt als „energetische Dachsanierung“ bezeichnet. „Das heißt, dass wir zuerst die beiden Gewölbedecken über den Schwimmbecken abbrechen und ersetzen müssen. Nach der Erneuerung des Dachtragwerkes werden dann auf den gesamten oberen Geschossen zeitgemäße und energiesparende Dämmstoffe aufgebracht“, erklärte Gregor Fuchshuber vom betreuenden Architekturbüro Fuchshuber & Partner. Bis zum 12.02.2010 werden an der Außenfassade rund 4.000 qm Gerüst aufgebaut. Im Innern sind es rund 14.500 qm Stahlrohre, die von den Bauarbeitern montiert werden. Davon werden 10.200 qm in der Männerschwimmhalle benötigt, damit die Bauarbeiten in dem einsturzgefährdeten Raum starten können. Ab Frühjahr ist dann der Dachdeckertrupp gefragt: Rund 3.700 qm Dachfläche müssen mit neuen Dachziegeln gedeckt werden.
Koordiniert werden die Arbeiten durch die LESG – Gesellschaft der Stadt Leipzig zur Erschließung, Entwicklung und Sanierung von Baugebieten mbH. „Das Stadtbad ist zweifelsfrei ein sehr spannendes Projekt, bei dem unter anderem auch Fördermittel von der ARGE Leipzig für eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme unter Einsatz von 16 AGH-Kräften im Dachdecker-, Zimmerer- und Malergewerk eingeworben werden konnten. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Arbeiten im Zeitplan realisieren“, sagte Alfons Huwe, technischer Geschäftsführer der LESG in Vertretung seines Aufsichtsratsvorsitzenden, Leipzigs Baubürgermeister Martin zur Nedden.
Foto: Gerhard Lindig





